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Kunstgrenze Jubiläum 2017

Kunstgrenze. Ein Symbol der guten Nachbarschaft?  Ja, vor über 100 Jahren pflegten die beiden Städte schon eine enge, freundschaftliche Beziehung. Über Grenzen hinweg wurde gefeiert, geheiratet und sich gegenseitig geholfen. Kreuzlingen galt als südliche Gartenvorstadt von Konstanz. Da es in Kreuzlingen keinen Wochenmarkt gab, kauften die Schweizer ihr Obst und Gemüse auf dem Konstanzer Wochenmarkt und deckten sich in der Stadt auch gleich mit Kleidung, Wäsche, Schuhe und Haushaltsartikeln ein. Fast so wie heute!

Die Entfremdung setzte erst 1918 ein. Die alten Gemeinsamkeiten gingen 1933 dann nach und nach verloren. 1937 ist erstmals von einem Zaun die Rede, der bald errichtet und zwischen 1945 bis 1990 nie ernsthaft in Frage gestellt wurde. Aus den ursprünglich gutnachbarlichen Beziehungen zwischen den beiden Kommunalverwaltungen war ein eher gleichgültiges Nebeneinander geworden.

Doch dies sollte sich wieder ändern.  „Die Zäune zwischen den beiden Städten sind ein Ärgernis und müssen weg!" Für den damaligen Stadtammann Josef Bieri und Oberbürgermeister Horst Frank war immer klar, dass die Grenzzäune zwischen Kreuzlingen und Konstanz überholt waren. „Der Zaun stammt aus einer anderen Zeit, er entspricht weder der guten Kooperation unserer Städte noch der Idee eines zusammengewachsenen Europa".

Kunst statt Maschendraht. Mit diesem Slogen traten die beiden Stadtoberhäupter im Juli 2007 an die Öffentlichkeit. Die Idee, die Grenze mit Kunst zu markieren, kam vom damaligen Kulturstadtrat Gerhard Lehmann. Realisiert hat sie Johannes Dörflinger . Mit den Tarot-Skulpturen hat er entlang der Kunstgrenze eine offene, durchlässige Grenze geschaffen. Ein Symbol der guten Nachbarstadt zwischen zwei Städten und Ländern.

Ob die Kunstgrenze heute noch realisiert werden könnte, ist fraglich. Wahrscheinlich nicht. Weltweit werden Mauern errichtet und Grenzen geschlossen.

Doch wir sind offen und wollen am 28. April das 10-jährige Jubiläum der Kunstgrenze feiern. Entlang der Kunstgrenze steht eine lange, grenzüberschreitende Tafel. Ein Symbol der guten Nachbarschaft zwischen Kreuzlingen und Konstanz.